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Whistler: ein weiterer Platten, tolle Wanderungen und ordentlich Muskelkater

By on Samstag, der 30. September 2017

Von Pemberton nach Whistler – ein weiterer Platten

Bevor ich in von Pemberton nach Whistler aufbreche lege ich mal wieder einen Stopp bei einem Fahrradladen ein. Zum einen möchte ich nochmal prüfen, ob mir jemand mit dem Licht helfen kann und zum anderen muss ich meinen Hinterreifen näher untersuchen. Er verliert pro Tag ca. 1 Bar Luft – da muss also wieder irgendwo ein neues Loch sein. Dort treffe ich Bill, der ebenfalls mit dem Fahrrad durch Kanada tourt und eine gebrochene Speiche austauschen muss. Bill möchte den Berg Richtung Lillooet (Duffy Lake Road) den ich Tags zuvor hinuntergedüst bin erklimmen. Er reist samt Anhänger und scheint noch mehr Last zu schleppen als ich. Den Berg hat an den schwierigsten Passagen 15% Steigung. Ich zolle ihm Respekt. Wir tauschen uns ein wenig über gute Camping Plätze aus und er gibt mir noch einen Tipp wie er seine Kette so unglaublich sauber hält (https://youtu.be/D12BFIXZCes). Während meine jeden Krumen Dreck von der Straße aufsammelt, sieht seine Kette nach 700km auf der Straße immer noch aus wie neu. Einen Versuch ist es sicherlich wert, aber das auf der Tour zu organisieren, wird vielleicht etwas kompliziert…

Auf das Flicken des Schlauchs verzichte ich heute und setze stattdessen einen neuen Schlauch ein. Allerdings erst nachdem ich den Mantel nochmal gründlich abtaste. Und tatsächlich entdecke ich mal wieder ein dünnes Metallstück, dass einer Tackerklammer ähnelt. Es hat sich in den Mantel gebohrt und lässt sich nur schwer entfernen. Bill leiht mir seinen Leatherman und ich kann es schließlich entfernen. Ich wundere mich warum anscheinend so viele dieser Klammern auf der Straße liegen, schließlich war das auch schon der Grund für meinen ersten Platten auf der Tour. Bill erklärt mir, dass das keine Tackernadeln sind, sondern Draht aus einem LKW Reifen. Und davon sieht man entlang der Strecke unzählige zerfetzte Überreste liegen. Da ich mit dem Fahrrad meistens auf dem Seitenstreifen fahre, sammeln meine Reifen diese kleinen Überreste gerne mal auf.

Als ich den Schlauch schließlich eingesetzt und wieder aufgepumpt habe, ist es schon beinahe 15:00 Uhr. Es sind zwar nur knapp 50km bis Whistler, allerdings sind doch ein paar Höhenmeter zu überwinden. Ich sollte mich also ein wenig sputen. Glücklicherweise hat sich das regnerische Wetter, das morgens noch geherrscht hat, verzogen und ich fahre im Trockenen los. Anders als sonst, stoppe ich heute seltener um Fotos zu machen. Die Szenerie ist mittlerweile bekannt und aufgrund der noch immer tief hängenden Wolken bleiben mir die evtl. spannenden Aussichten verwehrt. Ich hoffe auf morgen, dann soll es nochmal richtig sonnig und warm werden

von hier bis zum Hostel sind es allerdings noch über 10km…

Ein ungewollter Trailrun mit bleibenden Erinnerungen

In Whistler habe ich mich für 2 Tage im HI Hostel einquartiert. Es befindet sich etwas außerhalb von Whistler Village und war früher Bestandteil des Athletendorfs bei den Olympischen Spielen von Vancouver in 2010. Für den nächsten Tag habe ich beschlossen, das Fahrrad mal ruhen zu lassen und stattdessen ein wenig zu wandern. Dafür fahre ich mit dem Bus nach Whistler Village um dort den Rainbow Lake Trail zu machen. Laut meinem Guide benötigt man dafür ca. 5-6 Stunden. Was ich allerdings nicht wusste ist, dass man noch eine weitere Stunde vom Whistler Village benötigt um zum Start des Trails zu gelangen – leider fährt keiner der Busse in diese Richtung. Da es bereits nach 12:00 Uhr ist, muss ich mich also sputen um vor Sonnenuntergang um 19:00 wieder zurück oder zumindest am Fuße des Trails zu sein.
Die ersten km führen durch einen dichten Wald vorbei an einem Wasserfall. Wasserfälle sind für mich mittlerweile fast etwas alltägliches geworden und auch wenn ich ein paar Fotos schieße, so bin ich doch nicht überwältigt genug um sie hier zu veröffentlichen. Ich ziehe also weiter, denn am Ende des Trails warten zwei Sehen und hoffentlich auch schöne Aussichten auf die umliegenden Berge. Nach und nach verändert sich die Vegetation und der Wald lichtet sich. Die Blumen und niedrigen Gewächse (keine Ahnung wie die Pflanzen heißen) fügen dem Grün des Nadelwaldes Rot, Gelb und Lila als zusätzliche Farben hinzu und sorgen so für tolle Bilder. Insbesondere wenn dann im Hintergrund auch noch der Gipfel einer der anliegenden Berge zum Vorschein tritt.

Auf dem Weg zum Rainbow Lake

Gegen 17:15 erreiche ich schließlich den Rainbow Lake. Eigentlich müsste ich spätestens jetzt umkehren – denn mir ist schon lange kein Wanderer mehr entgegengekommen und ich scheine der Einzige hier oben zu sein. Auf einer Anzeigetafel steht, dass es noch 1,5km bis zu einem weiteren Aussichtspunkt sind, von dem aus man noch einen weiteren See erblicken kann. Ich beschließe, dass ich noch bis dorthin gehe und dann sofort umkehre. Zur Not habe ich ja meine Stirnlampe dabei. An diesem Punkt angekommen, schieße ich meine letzten Fotos mit der Kamera und packe sie anschließend zusammen mit meinem Stativ im Rucksack. Da es nun bereits 17:45h ist möchte ich den Weg hinunter sofern es geht laufend zurücklegen. Daher schnalle ich den Rucksack ganz eng an, schüttle meine Schuhe einmal aus, um die ganzen aufgesammelten Steinchen loszuwerden und renne los. Es geht über schwieriges Terrain und ich muss bei jedem Schritt aufpassen, dass ich nicht an einem Stein oder einer Baumwurzel hängen bleibe. Nach ca. 2km setzen starke Schmerzen im vorderen Oberschenkelmuskel ein und ich muss zwei Gänge runterschalten. Für einige km kann ich nur gehen, bis sich die Situation ein wenig bessert und ich wieder langsam weiterlaufen kann, allerdings nicht mehr mit dem anfänglichen Tempo. Die schwierigen Bergabpassagen gehe ich nun und beschränke des Laufen auf die nicht so steilen Abschnitte. So schaffe ich es, trotz spürbarer Schmerzen rechtzeitig zurück an den Fuß des Trails im Rainbow Park. Der Sonnenuntergang färbt den Himmel rosa und spiegelt sich im Alta Lake. Die letzten km bis nach Whistler Village gehe ich nun gemütlicher – wobei mir auch dass nun sichtlich schwer fällt. Die 11km downhill mit über 700m Höhendifferenz haben doch andere Muskelgruppen beansprucht als die 38 Tage im Sattel zuvor und ich merke schon, dass ich die nächsten Tage noch darunter zu leiden haben werde.

Sonnenuntergang am Alta Lake

Hiken mit Alex und Reinhold

Aufgrund der gestrigen Anstrengungen beschließe ich, noch eine weitere Nacht im Hostel zu bleiben und meine Reise nach Vancouver um einen Tag zu verschieben. Am Abend zuvor haben mir zwei Briten den Trail zum Blackcomb Mountain in Whistler empfohlen. Dieses Mal möchte ich allerdings früher starten um nicht in die gleiche Bredouille wie gestern zu geraten. Ich nehme also wieder den Bus nach Whistler Village und möchte im Visitor Center noch ein paar nähere Informationen zu dem Trail erfragen. Dort treffe ich Alex und Reinhold. Sie reisen mit ihrem Minivan quer durch Kanada und sind gerade in Whistler angekommen. Ich erzähle ihnen von meiner Tour und meinem Plan für heute und sie fragen, ob sie sich mir anschließen können. Da ich heute keinen crazy downhill Run machen möchte, bin ich für ein wenig Gesellschaft beim Wandern ganz dankbar. Wir verabreden, dass ich mich im Visitor Center bzgl. des Trails erkundige während die beiden ihren Wagen umparken. Vom Mitarbeiter im Visitor Center erfahre ich allerdings, dass der Blackcomb Trail nur am Wochenende zugänglich ist – zu doof an einem Mittwoch. Ich erfrage welche sonstigen Trails noch in Frage kämen und alles was irgendwie interessant klingt startet mehr oder weniger vor der Haustür meines Hostels. Ich bin also umsonst nach Whistler gefahren denke ich. Aber dann hätte ich auch nicht Alex und Reinhold getroffen und die haben glücklicherweise einen Minivan. Das Umparken hätten sie sich zwar sparen können, aber nachdem sie wieder am Visitor Center sind gehen wir gemeinsam zurück zum Parkplatz und fahren runter zum Hostel und wollen den Crater Rim Trail in Angriff nehmen.

Der Trail führt zunächst durch den Whistler Interpretive Forrest und obwohl er moderat ist, hat er doch einige steile Passagen dabei. Vielleicht empfinde ich diese aber auch nur als so schwer, weil ich noch unter dem gestrigen Tag leide. Nach ca. 2 Stunden erreichen wir den Loggers Lake. Leider hat keiner von uns seine Badesachen dabei, denn der See lädt zum Schwimmen ein. Es handelt sich um einen See in einem erloschenen Vulkankrater, der aber immer noch gut von unten gewärmt wird. Auf dem Rückweg geht es wieder vorbei an einem Wasserfall, bzw. reißenden Fluss. Ein paar Jungs, die wir bereits am Loggers Lake getroffen haben offensichtlich einen Spot entdeckt wo man in diesen Fluss reinspringen kann. Sie vollführen Saltos und filmen sich dabei. Ganz ungefährlich sieht das Ganze nicht aus, zumindest habe ich nicht das Verlangen es ihnen gleich zu tun. Wir setzen unseren Weg auf dem Trail fort und sind gegen 17:30 wieder beim Auto. Die beiden haben die Idee, dass wir noch zur Function Junction gehen – einem angeblich hippen, alternativen Viertel von Whistler, welches sich nur unweit vom Parkplatz befindet. Dieses Viertel stellt sich als durchaus übersichtlich heraus, denn es besteht im Wesentlichen nur aus zwei Straßen und ein paar Läden. Im Bio Supermarkt (Olives) welchen mir Scott aus Pemberton empfohlen hat kaufe ich mir 300g Schweinefilet und ein paar andere Zutaten für mein Abendessen und das morgige Frühstück. Endlich mal was anderes als immer nur Mac&Cheese. Anschließend gehen wir in die Whistler Brewery und stoßen gemeinsam auf den heutigen Tag an. Es hat Spaß gemacht mit den beiden diesen Trail zu laufen und wir haben die Stunden für durchaus interessante Gespräche genutzt.

Loggers Lake

quaderförmiges Gestein am Loggers Lake

Ich, Reinhold, Alex (von links nach rechts)

Als wir schließlich zurückgehen, schlage ich Alex und Reinhold vor, dass sie doch auch im Hostel kochen können und wir gemeinsam zum Abend essen. Und so stehen wir kurze Zeit später gemeinsam in der Küche und bereiten unser Essen zu. Ich schenke den beiden noch meine Senf Tube die ich bereits seit mehreren Wochen mit mir rumschleppe und nicht mehr verwende. Nachdem wir gemeinsam gegessen haben, gehen wir noch in den Lounge Bereich und Alex versucht seinen Youtube Beitrag hochzuladen. Wir quatschen noch bis ca. 23 Uhr ehe ich mich von den beiden verabschiede. Aufgrund der letzten Tage bin ich ziemlich K.O. und möchte morgen halbwegs erholt Richtung Vancouver aufbrechen.

TAG

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Sonntag, der 1. Oktober 2017

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18 Comments
  1. Antworten

    Olga

    Dienstag, der 3. Oktober 2017

    Ich finde es ganz toll wenn die Bilder direkt im Text sind 😉

    • Antworten

      Martijn

      Dienstag, der 3. Oktober 2017

      Dann werde ich das so beibehalten. 😉 Nächstes Update ist auch bereits in der Mache. Kommt hoffentlich heute Abend (bzw. für die Europäer morgen früh).

  2. Antworten

    Fetmmwii

    Dienstag, der 5. Dezember 2017

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  3. Antworten

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    Sonntag, der 1. April 2018

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    Montag, der 2. April 2018

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    Montag, der 8. Oktober 2018

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    Dienstag, der 9. Oktober 2018

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    Dienstag, der 9. Oktober 2018

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    Sohksnpr

    Dienstag, der 9. Oktober 2018

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    Mittwoch, der 10. Oktober 2018

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    Mittwoch, der 10. Oktober 2018

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    Donnerstag, der 11. Oktober 2018

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  17. Antworten

    Anuekcgs

    Donnerstag, der 11. Oktober 2018

    retro,

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