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Tag 49: You snooze – you loose

By on Sonntag, der 22. Oktober 2017

Zweimal drücke auf die Snooze Taste diesen Morgen. Als ich beim dritten Versuch langsam etwas wacher bin, stelle ich mit Entsetzen fest, dass es fast 6:00 ist. Ich möchte die Fähre um 08:05 in Powell River erreichen und bis dahin muss ich noch ca. 30 km in die Pedale treten. Im Eiltempo packe ich alles zusammen und bin gegen 6:30 endlich startklar. Das heißt es bleiben noch ca. 1 1/2 Stunden bis die Fähre die Leinen losmacht. Als Frühstück muss diesen Morgen eine Banane ausreichen – für mehr ist jetzt keine Zeit. Ein Blick auf das Streckenprofil auf meinem Fahrradcomputer zeigt an, dass das ein ziemlicher anstrengender Ritt wird. Es sind einige Hügel zu überwinden – eigentlich kein Profil um einen 20 km/h Schnitt zu fahren – aber ich versuche es trotzdem. Es ist eine ungewohnte Szenerie. Ich war noch nie so früh auf den Rädern, es ist noch deutlich vor Sonnenaufgang.

Lila Wolken vor dem Sonnenaufgang

Ich lege unterwegs nur einmal einen kurzen Stopp ein, um meine Hose zu kürzen. Dabei mache ich schnell zwei Fotos, um zu dokumentieren, dass ich tatsächlich vor der Morgendämmerung bereits auf der Straße war und schwinge mich sofort wieder auf den Sattel. Während der Fahrt versuche ich noch ein paar Bilder mit dem iPhone zu schießen, aber das ist aufgrund der vorherrschenden Dunkelheit nicht wirklich von Erfolg gekrönt. Nachdem jedem Hügel den ich überwunden habe, stürze ich mich in die Abfahrten, das Ganze hat dann auch mehr den Charakter eines Einzelzeitfahrens und ist weniger ein Bike Touring Erlebnis. Aber Spaß macht es trotzdem.

Es ist mittlerweile 7:45h und es sind immer noch ein paar km zu radeln. Wenn ich Glück habe, erreiche ich die Fähre um Punkt 8:00h. Aber dann habe ich noch kein Ticket. Tatsächlich ist es 8:03h als ich auf dem Parkplatz des Hafens ankomme. Ich starte direkt durch zur Fähre, die noch im Hafen liegt. Aber als ich um die Ecke biege sehe ich bereits, dass die Leinen gelöst sind und die Rampe geschlossen ist. Die ganze Anstrengung war vergebens. Enttäuscht und erschöpft fahre ich zum Ticketschalter. Ich kaufe mir ein Ticket für die nächste Fähre, die in ca. vier Stunden startet und entscheide jetzt erst mal richtig frühstücken zu gehen und ein Update für den Blog zu schreiben.

Vor dem Café treffe ich Sean. Ich hatte ihn bereits am Abend zuvor auf der Fähre von Earls Cove nach Saltery Bay getroffen. Er scherzt, dass das mit dem Verpassen der Fähren jetzt wohl zur Regel wird. Wir bestellen uns beide einen Café und was zu essen und unterhalten uns für ca. eine halbe Stunde bevor Sean in seinen Business Termin verschwindet. Er hat mir noch angeboten, mit ihm eine Kanutour zu machen, leider muss ich ablehnen um meinen Zeitplan nicht vollends über den Haufen zu werfen. Aus meinem geplanten Blogupdate wird leider nichts. Ich werde von einem anderen Gast im Café an den Tisch gebeten. Er möchte meine Geschichte hören und natürlich setze ich mich gerne zu ihm. Christopher hat mal Fußball in Peru gespielt und kennt sich in Mittel- und Südamerika ein wenig aus. Er bietet mir Kontakte für Belize an. Wir tauschen noch E-Mail Adressen aus und dann mache ich mich auf zur Fähre.

In Comox auf Vancouver Island angekommen setze ich meine Fahrt fort und fahre bis zum Anbruch der Dunkelheit und schlage mein Zelt in Qualicum Beach auf. Auf dem Zeltplatz ist nicht viel los. Nebenan steht Elaine mit ihrem Wicked Campervan. Sie lädt mich zu sich ans Lagerfeuer ein. Sie kommt aus Australien und reist für fünf Wochen durch Kanada. Wir tauschen uns über unsere Erfahrungen in den vergangen Wochen in Kanada aus und sitzen bis ca. 21:30 zusammen. Am nächsten Tag steht wieder eine lange Etappe an. Ich baue noch schnell mein Zelt auf und gegen 22:00 lege ich mich schlafen.

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