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Auf Wiedersehen Whistler!

By on Sonntag, der 1. Oktober 2017

In Whistler bin ich 2 Tage länger geblieben als ursprünglich geplant und doch habe ich am Morgen das Gefühl, dass ich mit diesem Ort noch nicht fertig bin und eines Tages wiederkommen werde.

Nachdem ich aus dem Hostel ausgecheckt habe, versuche ich noch die App die ich zur Synchronisation meiner Routen mit dem Fahrradnavi benötige wieder zum Laufen zu bekommen. Wie es scheint ist die Ursache das iOS Update, dass ich ein paar Tage zuvor eingespielt habe. Seitdem habe ich generell Probleme Bluetooth Verbindungen mit meiner Uhr und meinem Navi aufzubauen. Ich müsste das neueste Apple Update einspielen, aber der Versuch es runterzuladen bricht mehrfach ab. Letztlich muss ich das Unterfangen verschieben um nicht doch noch eine weitere Nacht im Hostel zu übernachten.

Als ich endlich auf das Fahrrad steige und zur ersten Pedalumdrehung ansetze, fährt mir sofort ein stechender Schmerz in den Gluteus Maximus. Mit Krämpfen in Beinen und Füßen habe ich durchaus Erfahrung, aber das hier ist neu für mich. Ein Krampf im Hintern. Das müssen die Nachwehen von dem wahnsinnigen Bergablauf zwei Tage zuvor sein. Ich versuche zunächst mit langsamem Tempo loszuradeln und hoffe so den Krampf etwas zu beruhigen. Mit Schmerzverzerrtem Gesicht erreiche ich die Function Junction. Den Schmerz rauszuradeln funktioniert offenbar nicht, also versuche ich es mit Dehnen. Allerdings habe ich keine Ahnung wie man das bei diesem Muskel am besten anstellt. Ich stelle mehrere komische Verrenkungen neben der Straße an und tatsächlich habe ich so langsam das Gefühl, dass die Therapie anschlägt. Ich habe zwar immer noch krasse Schmerzen bei jedem Tritt, aber die lassen sich mittlerweile aushalten. Im Schneckentempo krieche ich die leichten Steigungen hoch. Die Geschwindigkeitsanzeige fällt häufig unter 6km/h an Passagen, die ich normalerweise mit der doppelten Geschwindigkeit fahren würde. Glücklicherweise geht es heute größtenteils bergab.

Nach ca. 30km stoppe ich an einem Rastplatz mit einem herrlichen Blick auf die Berge. Aufgrund des Gegenlichts kann man die Bergkuppen zwar nur schemenhaft erkennen, aber das hat auch was mystisches. Ich esse einen Fruchtjoghurt (500g), ein Ei und ein wenig von den Chips die ich noch habe. Insgesamt verbringe ich ungefähr eine halbe Stunde mit Essen und Fotografieren bevor ich mich wieder auf das Rad schwinge. Wobei schwungvoll sieht das eigentlich nicht aus, wenn ich versuche mein rechtes Bein über das Rad zu bewegen.

Ausblick vom Rastplatz kurz vor Squamish

Kurze Zeit später rolle ich in Squamish ein. Der Stawamus Chief , ein große Fels, weswegen die ganzen Kletterer hier herkommen, türmt sich vor mir auf. Nach dem Fels von Gibraltar ist das der höchste freistehende Fels der Welt. Morgen muss ich davon noch ein Foto machen.

Es ist bereits 18:00 Uhr und ich kaufe noch schnell etwas für das Abendessen und morgige Frühstück ein. Den ursprünglichen Plan noch bis Porteau zu fahren, lasse ich fallen und wähle stattdessen den Campingplatz zu Füßen des Stawamus Chief. Meine Muskeln brauchen Ruhe.

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